Liebstöckel

Liebstöckel

28. April 2022 0 Von Kristina

Liebstöckel ist ein Doldenblütler mit einem dicken Wurzelstock. Der Stängel ist aufrecht und wird bis zu zwei Meter lang. Im Sommer bilden sich schirmartige Dolden kleiner gelber Blüten. Als anspruchslose Pflanze gedeiht Liebstöckel problemlos in jedem Garten. Die Aussaat von Liebstöckel erfolgt im Frühling direkt ins Freiland.

Verwendet werden die Blätter, Samen und Wurzel. Die beste Erntezeit für die Blätter ist vor der Blüte. Die Wurzeln werden im Herbst geerntet. Die Blätter des Liebstöckels können getrocknet oder eingefroren werden.

Das winterharte Kraut hat einen intensiven Duft und einen würzigen Geschmack, daher kommt auch der Name Maggikraut. Als Gewürzkraut eignet sich Liebstöckel besonders für deftige Gerichte. Besonders beliebt ist die Beigabe in Eintöpfen. Liebstöckel kann aber auch für Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte verwendet werden. Das Kraut sollte sparsam dosiert werden.

Hildegard von Bingen erwähnte im Mittelalter die heilende Wirkung des Liebstöckels bei Lungenschmerzen und Wassersucht.

Liebstöckel hat einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen und Gerbstoffen.

Heilwirkung:

  • antibiotisch
  • appetitanregend
  • entkrampfend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • schleimlösend
  • verdauungsfördernd

Anwendungsbereiche:

  • Blähungen
  • Blasenentzündungen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ohrenschmerzen
  • Verstopfung
  • Wassersucht
  • Wunden

Harntreibender Tee: 1 – 2 TL klein geschnittene Wurzel werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Davon werden täglich 3 Tassen getrunken.

Achtung: Aufgrund der wehenfördernden Wirkung sollten Schwangere auf das Kraut verzichten. Ebenso sollten Menschen mit Nierenkrankheiten mit der Verwendung vorsichtig umgehen.

 

Hinweis: Der Besuch meiner Seite ersetzt in keinem Fall den Besuch beim Arzt. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden bitte ich Sie, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker zu Rate zu ziehen!